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Mailand: Eigentlich ist es verboten auf das Monumento Equestre a Vittorio Emanuele II zu klettern. Nach Einbruch der Dunkelheit hat das aber niemanden mehr interessiert - auch mich nicht.

Ein Wochenende in Mailand (Reisebericht)

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Dank einer Preisaktion von Flixbus* bin ich übers Wochenende nach Mailand gefahren. Lange Zeit bin ich am Mailänder Dom einer meiner Lieblingsbeschäftigungen auf Reisen nachgegangen – ich habe stundenlang Leute beobachtet. Übernachtet habe ich im Hotel Diablo. Am Sonntagnachmittag ging es dann auf einer landschaftlich sehr beeindruckenden Busfahrt durch die Alpen schon zurück nach Berlin.

Mailand: Eigentlich ist es verboten auf das Monumento Equestre a Vittorio Emanuele II zu klettern. Nach Einbruch der Dunkelheit hat das aber niemanden mehr interessiert - auch mich nicht.

Eigentlich ist es verboten auf das Monumento Equestre a Vittorio Emanuele II zu klettern. Nach Einbruch der Dunkelheit hat das aber niemanden mehr interessiert – auch mich nicht.

Die Fahrt nach Mailand weckte Erinnerungen an meine Abifahrt an den Gardasee

Mit 33 Minuten Verspätung haben wir den Berliner ZOB verlassen. Die typische Flixbus-Begrüßung wurde abgespielt – erst auf deutsch, gleich danach auf italienisch. Ein bisschen Italien-Feeling war damit schon da.
Das letzte rötliche Sonnenlicht verschwand allmählich, als ich um viertel elf meine Kopfhörer aus dem Rucksack kramte und mich mit Musik von Al Bano und Romina Power noch weiter in Vorfreude auf Italien stürzte.
Am nächsten Morgen wachte ich beim letzten Stopp in Deutschland, am Münchener ZOB, auf. Die Sonne schien bereits, das Wetter war fantastisch. Rechts und links türmten sich die ersten höheren Berge zu einer wunderschönen Landschaft auf. Es war eine schöne Busfahrt, ich saß ganz vorne oben und hatte den perfekten Panoramablick. Außerdem erinnerte mich die Fahrt sehr an die sehr schöne Abifahrt zum Gardasee vor drei Jahren, es war annähernd die gleiche Route und einige Stellen habe ich wieder erkannt.
Nicht lange nachdem wir in den Trient die letzten Leute eingesammelt haben war das Ziel mittlerweile ausgeschildert. Wir waren auf der Autobahn – rechts ging es Richtung Peschiera und zum Gardaland -, geradeaus – und das war unser Weg – nach Mailand. Mit etwa einer Stunde Verspätung kamen wir dort an.
Mit der Metrolinie M1 bin ich bis zur Station Duomo gefahren, von dort weiter mit der Tram bis zu meinem Hotel.

Hotel Diablo – ein Hotel mit Stern

Direkt an der Tram-Haltestelle Piazza Emilia befindet sich das Hotel Diablo. Gefunden habe ich es – wie in der Regel immer – über booking.com. Es war die preiswerteste Unterkunft. Zehn Euro und das Hotel ist sogar mit einem Stern ausgezeichnet.
Naja, es war schon okay, aber nichts besonderes. Warum der Stern? Das Zimmer war auf den ersten Blick ordentlich, unter den Betten war aber eine dicke Staubschicht, die sich an meinem Gepäck festgesetzt hat. Das Bad stand leicht unter Wasser, Staubfusseln gab es auch hier. Was das Hotel aber von manchen Hostels unterschied sind zum einen die 24-Stunden-Rezeption und zum anderen der Fernseher auf dem Zimmer, einer im 10-Bett-Zimmer.
In der Buchungstbestätigung habe ich erfahren, dass zu den zehn Euro neben der zu erwartenden Tourismusabgabe von zwei Euro noch drei Euro für die Bettwäsche hinzukommen. Um das zu umgehen habe ich meinen Schlafsack eingepackt – erfolglos, zahlen musste ich trotzdem. Da das also eine obligatorische Gebühr ist, hätte diese von Anfang an auf den Übernachtungspreis angerechnet werden müssen. In diesem Fall hätte ich mich sicher für ein anderes Zimmer entschieden, da es in den Suchergebnissen (nach Preis sortieren) einige Stellen nach unten gerutscht wäre. Für mich ist das irgendwie ein Fall von Kundentäuschung.

Hier bekommst Du nähere Informationen zum Hotel Diablo und kannst auch sofort zum besten Preis buchen*.

Mailand: Das Hotelzimmer war okay, aber nichts besonderes ... und für den sehr laut schnarchenden Typen im Nachbarbett konnte die Hotelleitung ja nichts.

Das Hotelzimmer war okay, aber nichts besonderes … und für den sehr laut schnarchenden Typen im Nachbarbett konnte die Hotelleitung ja nichts.


 

Lange Zeit habe ich Leute auf der Piazza del Duomo beobachtet

Nachdem ich im Hotel eingecheckt habe bin ich mit der Tram – auf Fahrkarten habe ich bei der Tram immer verzichtet – zum Dom (Duomo) gefahren. Dort habe ich mich an den Zaun einer Grünfläche gesetzt und stundenlang Leute beobachtet und fotografiert. Am Abend habe ich mich auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht. Ich habe mich mit Cola eingedeckt und mir Schokohörnchen gekauft.
Die Sonne ging gerade unter als ich weder an der Piazza del Duomo ankam. Bis Mitternacht blieb ich dort. Nachdem ich gesehen habe, dass auch andere Leute – trotz eines Verbotsschildes – auf das Monumento Equestre a Vittorio Emanuele II geklettert sind, habe ich es diesen gleichgetan. Von dort oben konnte ich einfach viel besser und ungestört fotografieren. Ich hatte nicht mehr das Problem, dass ständig Leute ins Bild rennen. Auch andere Jugendliche saßen am Fuße der Reiterstatue, eine Weile blieb ich dort auch sitzen und genoss bei einer Flasche Cola die schöne abendliche Atmosphäre Italiens, die ich sehr liebe.
Nach Mitternacht fuhr ich zum Hotel, sortierte ich erste Bilder (aus) und bearbeitete einige bis ich kurz nach zwei schlafen ging.
Am nächsten Morgen checkte ich aus, ging in einen großen Supermarkt, vergleichbar mit Kaufland oder Real. Ein-Liter-Flaschen CocaCola aus Glas kaufte ich mir – habe ich in Deutschland noch nie gesehen. Außerdem habe ich mir zwei Fertig-Pizzen gekauft. Ich glaube, in Deutschland gibt es so etwas nicht. Quadratisch geschnittene Pizzen, die in Papiertüten im Regal liegen und sofort gegessen werden können – das war mein Frühstück. Diese genoss ich auf einer Bank an einem schattigen Plätzen an einem Spielplatz. Danach ging es für mich wieder zum Dom bzw. zu einer kleinen Besichtigung der Galleria Vittorio Emanuele II und der sich darin befindenden Buchhandlung Rizzoli. Anschließend bin ich dann noch auf einen Milkshake zu McDonalds gegangen und später zur Metro-Station.

Mailand: In der Galleria Vittorio Emanuele II findet man Luxusgeschäfte wie Versace, Gucci, Armani, Louis Vuitton etc.

In der Galleria Vittorio Emanuele II findet man Luxusgeschäfte wie Versace, Gucci, Armani, Louis Vuitton etc.


 

Rückfahrt: An der deutsch-österreichischen Grenze wurden wir einer weniger

Mit einem großzügigen Zeitpuffer von fast einer Stunde habe ich mich mit der Metro M1 auf den Weg nach Lampugnano gemacht. Halb fünf sollte von dort der Flixbus* nach Berlin abfahren.

Mailand: Bahnsteig Lampugnano: Hier fährt die Linie M1 vom Busbahnhof bis ins Stadtzentrum, z.B. zum Dom

Bahnsteig Lampugnano: Hier fährt die Linie M1 vom Busbahnhof bis ins Stadtzentrum, z.B. zum Dom.

Pünktlich 16.30 Uhr sind wir in Mailand gestartet. Der Bus war restlos ausgebucht, ich hatte aber Glück als einer der ersten einsteigen und mir so den Platz ganz vorn oben sichern zu können – wie auch schon auf der Hinfahrt.
Wir waren noch keine Stunde unterwegs als dunkle Wolken aufzogen und es stark anfing zu regnen. Das hielt durchgängig bis lange nach München an.
An der Grenze zu Deutschland wurden wir von einem Wagen der Bundespolizei angehalten, unsere Pässe wurden kontrolliert. Ein Mann, dem man ansah, dass er aus dem Nahen Osten kam, wurde von der Polizei mitgenommen. Der in Trient (Italien) zugestiegene Mann hatte kein Visum. Und mit seinem Pass stimmte auch irgendetwas nicht. Genaueres habe ich leider nicht mitbekommen. „Der ist bestimmt aus Lampedusa gekommen“, sagte mir eine ältere Dame, die seit Mailand mit einer Freundin auf den beiden Plätzen neben mir reisten. Ein Polizist, der noch mit dem Kontrollieren der Pässe beschäftigt war, lachte leise und sagte uns, dass sie das erstmal überprüfen müssen. Die Fahrt sei für den Mann hier aber erstmal zu Ende.
Kurz nach eins kamen wir in München an, viele Leute stiegen aus, genauso viele stiegen aber auch zu. Wenig später schlief ich ein und wurde beim letzten Halt vor Berlin, in Leipzig wach. Durch die große Windschutzscheibe hatte ich einen schönen Panoramablick auf die aufgehende Sonne.
Halb neun kamen wir schließlich am Berliner ZOB an.

Was hat das Mailand-Wochenende gekostet?

Für das gesamte Wochenende habe ich fast 50 Euro gezahlt. Die Kosten setzten sich folgendermaßen zusammen:

  • Flixbus* Hin- Rückfahrt (je 11,11 Euro): 22,22 Euro
  • Hotel (inkl. 2 € Tourismusabgabe und 3 € Bettwäschegebühr): 15,00 Euro
  • 2x Metro-Fahrkarten (je 1,50 €): 3,00 Euro
  • Essen/Getränke (CocaCola, Schokohörnchen, Pizza): 9,15 Euro

 
Mailand ist definitiv eine Reise wert. Im letzten Jahr war ich dort bei der Expo, jetzt ein kurzes Wochenende und ich werde ganz sicher irgendwann noch einmal hinfahren. Schon alleine, weil ich ja außer dem Dom nicht so viel von der Hauptstadt der Lombardei gesehen habe.
Wart ihr schonmal dort oder habt es vor? Schreibt mir Eure Erlebnisse gerne in die Kommentarbox.

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