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Nach dem Abitur ins Ausland: Andrea verbrachte drei Monate in Costa Rica

Nach dem Abitur ins Ausland – Teil 1

| 3 Kommentare

Steht ihr gerade kurz vor dem Schulabschluss und spielt mit dem Gedanken nach dem Abitur ins Ausland zu gehen? Freiwilliges soziales Jahr, Au pair, Studium, oder einfach nur reisen – es gibt viele Möglichkeiten einen Auslandsaufenthalt möglich zu machen. Dieser Beitrag ist der Auftakt der neuen Serie Nach dem Abitur ins Ausland. Voraussichtlich einmal im Monat wird ein neuer Beitrag erscheinen, in dem sich jeweils eine Person äußert, die nach dem Abitur ins Ausland gegangen ist und ihre Erfahrungen mit Euch teilen möchte.

Nach dem Abitur ins Ausland – Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt viele Möglichkeiten nach dem Abitur ins Ausland zu gehen. Folgende werden in diesem und den folgenden Beiträgen thematisiert:

  • Au Pair
  • Work and Travel
  • Freiwilliges Soziales Jahr
  • Freiwilligenarbeit
  • Jobben
  • Studium

 

Eine Person, die gleich über drei Varianten – Freiwilligenarbeit, Au Pair und Studium – aus Erfahrung sprechen kann ist Ann.

Ann (21) ging nach dem Abitur ins Ausland.

Ann (21) ging nach dem Abitur ins Ausland.

Ann (21) hat nach dem Abitur im Jahr 2012 drei Monate in Costa Rica verbracht und dort einen Sprachkurs besucht und Freiwilligenarbeit geleistet. Anschließend war sie sieben Monate Au Pair in Paris bis sie im September 2013 angefangen hat dort zu studieren. Erst ein Semester Spanisch und Französisch, dann wechselte sie in den Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaft und Management, den sie im Sommer abschließen wird.

 

Wie und wann bist Du auf die Idee gekommen Freiwilligenarbeit zu machen und warum hast Dich letztlich für Costa Rica entschieden?

Auf die Idee, Freiwilligenarbeit zu machen, hat mich damals eine Freundin gebracht, die dann später selbst nach Ecuador gegangen ist. Während unseres Abschlussjahres habe ich angefangen mir verschiedene Länder und Programme anzusehen. Ich wollte unbedingt nach Lateinamerika, da ich in der Schule Spanisch gelernt hatte. Die Entscheidung nach Costa Rica zu gehen habe ich letztendlich aus einem ziemlich simplen Grund getroffen – ich habe mein Abi mit 17 Jahren gemacht und Costa Rica war das einzige Programm in einem spanischsprachigen Land, das Minderjährige akzeptierte.

Nach dem Abitur ins Ausland: Ann verbrachte drei Monate in Costa Rica

Nach dem Abitur ins Ausland: Ann verbrachte drei Monate in Costa Rica

Was hast Du getan, um die Freiwilligenarbeit machen zu können. Hast Du Dich an einen Veranstalter gewendet oder sogar mehrere? Musstest Du irgendwelche Voraussetzungen erfüllen?

Aufgrund meines Alters musste ich eine ganze Menge Veranstalter kontaktieren. Leider muss man, um an den meisten Programmen teilnehmen zu können, mindestens 18 Jahre alt sein. Das ist im Allgemeinen die einzige Voraussetzung.

Wie und wo hast Du in Costa Rica gelebt? Wie wurde das Jahr dort finanziert?

Mein Aufenthalt in Costa Rica war ein großzügiges Geschenk meiner Familie zum Schulabschluss, sodass ich glücklicherweise kaum etwas selbst finanzieren musste.
In Costa Rica bin ich viel umhergereist. Ich habe einige Zeit in der Hauptstadt San José gelebt und bin dann zu den verschiedenen Projekten gefahren. Am Ende meines Aufenthalts hatte ich auch einige Zeit das Land einfach nur zu bereisen. Ich war unter anderem in Manuel Antonio, Limón, Puerto Viejo, Montezuma, Jacó und La Fortuna.

Was fandest Du gut an Deiner Zeit in Costa Rica, was eher weniger? Würdest Du so ein Jahr im Ausland/Costa Rica weiterempfehlen?

Eigentlich gibt es nichts, was ich an meiner Zeit in Costa Rica hätte missen wollen – selbst die etwas unschöneren Erfahrungen. Ich habe vor allem die Kultur und die Leute zu schätzen gelernt. Ich würde definitiv jedem ein FSJ im Ausland und auch Costa Rica als Land empfehlen. Meiner Meinung nach ist so etwas eine unglaubliche Erfahrung, die dich als Mensch prägt. Ich bin in den 3 Monaten nicht nur komplett unabhängig und selbstständig geworden, aber ich habe auch viel über mich selbst gelernt.

Hast Du in dem Jahr Erfahrungen sammeln können, die Dir im weiteren Leben, vielleicht sogar im Studium nützlich sein können? Wenn ja, kannst Du Beispiele nennen?

Wie bereits gesagt, bin ich in diesen 3 Monaten sehr selbstständig geworden. Wenn dich 10 000 Kilometer, 6 Zeitzonen und eine Fremdsprache von zu Hause trennen, lernst du schnell auf dich selbst aufzupassen und dich selbst um deinen Kram zu kümmern. Außerdem wird man offener gegenüber anderen Menschen. Wenn man jahrelang in der selben Umgebung mit den selben Menschen zusammen ist, vergisst man manchmal wie man auf Unbekannte zugeht und wie man andere Menschen kennenlernt und neue Freunde findet.
Es hat mir persönlich auch gezeigt, dass, selbst wenn es anfangs anders scheint, man über das Heimweh hinwegkommt. Ich weiß nicht, ob ich ohne meine Erfahrung in Costa Rica den Mut gehabt hätte nach Paris zu gehen und auch dort bzw. hier zu bleiben.

Warum hast Du Dich entschieden nach Deinem Lateinamerika-Aufenthalt in Paris zu studieren?

Ich bin eigentlich nicht mit dem Vorsatz, hier zu studieren, hergekommen. Als ich aus Costa Rica wiederkam, war es Ende September und ich hatte noch fast ein ganzes Jahr Zeit bevor ich mein Studium anfangen sollte. Um die Zeit nicht einfach zu vertrödeln, beschloss ich mir einen Traum zu erfüllen und für ein paar Monate nach Paris zu ziehen. Ich fand eine Stelle als Au Pair für 7 Monate und die Stadt tat ihr übliches. Nach nur wenigen Wochen hatte ich die wahnwitzige Idee mich für die Uni zu bewerben und als der Sommer kam und ich nach Deutschland zurückkehren sollte, traf ich die Entscheidung hierzubleiben. Glücklicherweise wurde ich an der Uni angenommen, sodass mir ein größerer Streit mit meinen Eltern erspart blieb. Et voilà.

Nach dem Abitur ins Ausland: Die Architektur, der Wein, das Essen, die Musik, die Geschichte: Paris ist eine wundervolle Stadt, aber nicht für Studenten, die finanziell unabhängig von ihren Eltern leben möchten.

Die Architektur, der Wein, das Essen, die Musik, die Geschichte: Paris ist eine wundervolle Stadt, aber nicht für Studenten, die finanziell unabhängig von ihren Eltern leben möchten.

War auch die Stadt an sich ein Argument dafür? Was gefällt Dir an Paris, und was vielleicht gar nicht?

Die Stadt war definitiv das einzige Argument. Ich liebe Paris, es ist inzwischen mein 2. Zuhause, aber hier zu studieren war definitiv nicht die cleverste Entscheidung – auch wenn ich sie natürlich um nichts in der Welt rückgängig machen würde. Jeder kann sich vorstellen, was man an Paris lieben kann – die Architektur, der Wein, das Essen, die Musik, die Geschichte. Aber man vergisst leider schnell, wie das Leben hier wirklich aussieht. Mit Mietpreisen von bis zu 700€ für nicht mal 15 Quadratmeter, dem Verkehr, dem Stress und natürlich, nicht zu vergessen, der guten Pariser Arroganz rücken die anderen Dinge schnell ein wenig in den Hintergrund.
Paris ist eine wundervolle Stadt, aber nicht für Studenten. Zumindest nicht, wenn du mehr oder weniger finanziell unabhängig von deinen Eltern leben möchtest.

Was unterscheidet das Studium in Frankreich von einem in Deutschland?

Da ich nie in Deutschland studiert habe, kann ich dazu nicht viel sagen. Aus Gesprächen mit Freunden weiß ich, dass das Studium hier sehr der Schule ähnelt: Wir haben einen mehr oder weniger festen Stundenplan (du hast normalerweise nicht die Wahl zwischen verschiedenen Modulen), es gibt Anwesenheitspflicht und -kontrolle, wir müssen Hausaufgaben machen und kriegen Mitarbeitsnoten. Wir müssen auch kaum Hausarbeiten schreiben und selbst eine Bachelorarbeit gibt es nicht.
Diese Dinge können variieren, je nach dem an welcher Uni du was studierst, aber im Allgemeinen sollte das das Unileben hier wiederspiegeln.

 

Ich hoffe, Euch hat das Interview gefallen und vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen, sei es um zu arbeiten, zu studieren oder einfach nur ein bisschen zu reisen und sich dabei klar darüber werden was man möchte, bis dann irgendwann mit Studium oder Ausbildung weiter geht.
Dir, Ann, danke ich sehr, dass Du Dich für die Beantwortung der Fragen zur Verfügung gestellt hast und uns somit einen interessanten Einblick in Deine Zeit nach dem Abi gewährt hast.

Schaut doch auch mal auf Anns Blog vorbei. Gemeinsam mit ihrem Freund wird sie im September Südostasien und Ozeanien bereisen und dazu den Reiseblog All the roads starten.

Wenn dieser Artikel Euer Interesse geweckt hat, schaut doch mal auf verschiedenen Websites vorbei zum Beispiel Freiwilligenarbeit.de, und informiert Euch genauer zu dem Thema.
Und wenn ihr selbst nach dem Schulabschluss ins Ausland gegangen seid oder es vorhabt, Fragen habt oder Euch ganz einfach zu dem Thema äußern möchtet, lasst gerne einen Kommentar da.

Im April folgt dann der zweite Teil dieser neuen Beitragsserie Nach dem Abitur ins Ausland.

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