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An der Grenze zu Griechenland hielt der Zug für eine Weile an.

Griechische Bahngesellschaft TrainOSE wurde für 45 Millionen Euro privatisiert

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Die griechische Staatsbahn TrainOSE stand zum Verkauf. Privatisierungen gehörten zu den Auflagen, die Griechenland für die Finanzhilfen der EU erfüllen musste. Doch gerissen hat sich niemand um den Kauf der Bahn. Zum Schluss gab es gerademal einen Interessenten, die italienische Ferrovie dello Stato. Diese hat die griechische Bahngesellschaft TrainOSE nun für gerademal 45 Millionen Euro übernommen.

Was genau wurde verkauft?

Es gibt die TrainOSE und die OSE. Letzteres ist nicht etwa einfach eine Abkürzung oder die umgangsprachliche Variante von TrainOSE, es ist der Mutterkonzern. OSE hat den den Betrieb des Schienennetzes als Aufgabe, das Tochterunternehmen TrainOSE ist für den Güter- und Personenverkehr verantwortlich.
Doch was wurde nun verkauft? In den Medien ist immer von TrainOSE die Rede. In Deutschland entspräche das der Deutschen Bahn als sicher bekanntestes Beispiel neben fast 600 weiteren Bahnunternehmen.

Zug der griechischen Bahngesellschaft TrainOSE an der griechisch-bulgarischen Grenze.

Zug der griechischen Bahngesellschaft TrainOSE an der griechisch-bulgarischen Grenze.

TrainOSE wurde für 45 Millionen Euro verkauft

Schon 2012 gab es Pläne, die Bahn zu privatisieren. Aufgrund von mehreren Regierungswechseln wurden diese allerdings eine Weile nicht umgesetzt. Durch den Verkauf hätte man mit Einnahmen von rund 200 Millionen Euro gerechnet. 2016 gab es erneute Privatisierungspläne.
Doch viele Interessenten gab es nicht. Schon 2015 hatte der damalige Chef der österreichischen Bahn ÖBB und aktueller Bundeskanzler gesagt, dass er für die TrainOSE nichts zahlen und sie höchstens als Geschenk nehmen würde. Es gab anfangs noch Angebote von russischer Seite und von einem griechischen Baukonzern. Diese haben sich aber zurückgezogen, die italienische Bahn FS blieb als einiger Interessent übrig.
Am 14. Juli 2016 wurde bekannt gegeben, dass TrainOSE für 45 Millionen Euro an die italienische Bahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) verkauft wurde. Für eine ganze Bahngesellschaft ist das sehr wenig, in die marode TrainOSE muss aber wohl auch sehr viel investiert werden. Die Loks sind alt und teilweise ist nur die Hälfte mancher Baureihen einsatzfähig.

Die griechische Bahn hat ganz offensichtlich keinen guten Ruf. 2014 und 2015 bin ich jeweils im Sommer mit Zügen der griechischen Bahn gefahren. Als Fahrgast ohne genaueres Wissen zu Zügen waren keine großen Probleme erkennbar, wie einsatzfähig bestimmte Loks sind konnte ich natürlich nicht beurteilen.
Ich kann nur etwas zu meinem Eindruck im Innern der Waggons sagen. Es war nicht mit deutschen Bahnstandard vergleichbar, aber doch ein positiver Unterschied wie Tag und Nacht zur beispielsweise serbischen Bahn.
Ich bin gespannt was sich nun mit den Italienern als neue Eigentümer ändern wird. Ausbau, Modernisierung – beides?
Meine nächste Bahnfahrt in Griechenland ist noch nicht geplant, wird aber nicht mehr in diesem Jahr und wohl auch nicht im nächsten Jahr stattfinden. Aber wenn ich in ein paar Jahren mal wieder dort unterwegs bin sind vielleicht Änderungen – wahrscheinlich und hoffentlich Besserungen – zu bemerken, ich bin gespannt.

Seid ihr schonmal in Griechenland Bahn gefahren? Was waren Eure Eindrücke? Und was haltet ihr von dem verkauf der griechischen Bahn an die italienische Staatsbahn? Schreibt es gerne in die Kommentarbox, würde mich interessieren.

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